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  Mein Blog von Jan.07 bis Apr.09
  


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Ein verrückter Tag

Heute morgen stand jobmäßig noch nichts Weltbewegendes an. Montags mache ich, nachdem ich die Kirche aufgeschlossen habe, meistens meinen Rundgang - erst zum Kirchenpflege-Büro, und dann ins Pfarrbüro (die sind zur Zeit evakuiert, weil das Pfarrhaus renoviert wurde). Für heute Mittag um 14 Uhr stand noch eine Trauerfeier an, im engsten Familienkreis, also nur im kleinen Rahmen ... einfach easy.

Aber als ich kurz in der Kirche war, um noch einiges zu bearbeiten, kam der Pfarrer, und meinte, daß nochmal ein paar Besichtigungen wegen dem Holzwurm, und auch wegen einem undichten Dachteil, kämen. Er würde ja sehr gerne wieder gehen, hat einen anderen Termin demnächst. - Klar - ich kann bleiben, bis alles so weit ist. Denn die Leute müssen in die Nebenräume, die sonst abgeschlossen sind.

Das Ganze hat sich dann so lange hingezogen, daß ich zwischendurch noch meine Runde durch die Büros zog, weil eine vom Stadtbauamt ohnehin dabei war. Und dann war es so spät, daß es sich kaum noch lohnte, zwischendurch nach Haus zu gehen. Aber zur Trauerfeier wollte ich wenigstens noch eine schwarze Hose anziehen, und etwas zu essen holen.

Ich pirsch also nach Haus, zieh mich in Windeseile um, mach mir zwei Brote, und presche wieder los.

Und dann merkte ich es auch schon: ich hatte meinen Haustürschlüssel nicht an der Hose. Verwundert denke ich: Mensch, den hatte ich doch heute morgen noch in der Tasche. Hab ich den rausgenommen? - Na egal, dann muß ich eben bis 17 Uhr in der Kirche bleiben, dann kommt mein Sohn Nr.1 nach Haus. Und dann griff ich in die andere Tasche, in dem der Kirchenschlüssel sein sollte. Der war auch nicht da

Erst dann dämmerte es mir: ich hatte doch meine Hose gewechselt - aber leider nicht die Schlüssel umgepackt. - Und nun?

Naja, im Pfarramt hängt noch ein Ersatzschlüssel. Das ist aber um diese Zeit nicht besetzt. Der Pfarrer war auf seinem Handy nicht erreichbar. Aber dann unter der Pfarramtsnummer, die weitergeleitet wurde - glücklicherweise. Ich sagte ihm mein Anliegen, und er versprach, fünf Minuten vor dem ersten Läuten in der Kirche zu sein. Die Kirche ist ja offen, aber die Nebenräume eben nicht, und auch nicht der Kasten mit den Schaltern zu den Glocken. -

Er kam auch pünktlich an, und übergab mir ... seinen Schlüssel. Nur ein einzelner Schlüssel, der zwar die Nebenräume öffnet, aber nicht den Glockenschalterkasten. Alle anderen Nebenschlüssel hängen in meinem Mesnerraum, aber der Glockenschlüssel nicht.

Weil die Familie sowieso im kleinen Kreis feiern wollte, sahen wir das aber nicht als Problem an. Dann bin ich in meinen Mesnerraum, und sagte zu dem Pfarrer, und dem Bestattungsunternehmer: "ähm - naja, man kann die Glocken auch über die Uhr programmieren. Ich hab mir die Gebruachsanweisung ja schonmal angeschaut, und glaube es, begriffen zu haben, aber getraut habe ich mich noch nicht. - Der Bestattungsunternehmer ist noch jung und feurig ... und der meinte: Och, probieren wir es doch mal.

Und dann ging das los. Der Pfarrer tippte, und wir gaben die Kommandos. Und immer wieder kamen wir zu dem Punkt: "Nee - das war falsch - wieder von vorne. Wobei zwischendurch einmal die Zeit für das Läuten auf 3 Stunden, anstatt auf 3 Minuten eingestellt war. - Das wäre ja was geworden ...

Aber dann hat der junge Mann das in die Hand genommen. Nachdem wir ein paarmal fast bis zum Ende gekommen waren, und dann wieder gelöscht haben, blickte ich schon kaum noch durch, was eigentlich getippt war und was nicht. Aber der junge Mann hatte dadurch den vollen Durchblick bekommen. Ganz cool tippte er die Reihenfolge ein, ich gab noch Anweisungen aus der gebrauchsanweisung, zum beenden des Programms, und dann war alles in Butter.  - Nee - noch nicht ganz. Man konnte noch nicht sehen, ob es richtig war. Aber das hat dann wieder der Pfarrer gefunden, und blickte nach getaner Arbeit triumphierend in die Runde. - Oh man - hab ich gelacht. Und das kurz vor einer Trauerfeier.

Naja - nach der Feier habe ich mich dann erstmal ganaz geruhsam in der Sakristei niedergelassen, und mein Brot verzehrt. Etwas Kaffepulver hatte ich auch noch in der Tasche. So konnte ich mir sogar einen Kaffee aufgießen. Und so hatte ich es ganz gemütlich. Hab dann natürlich noch die Zeit genutzt für ein paar Aufräumarbeiten, und dann war auch schon Feierabend von Sohn Nr.1. - Ist doch toll, wenn man zwei Orte hat, wo man wohnen kann.

9.11.09 18:15


Falscher Film?

Gerade komme ich mir vor, wie im falschen Film. - Nein - eigentlich geht es mir gut. Besser kann es wohl kaum sein. Ich hab nen Job. Meine Kinder haben nen Job. Wir haben eine warme Wohnung. Als Familie (was da noch übrig ist) leben wir in Harmonie. Gebete werden größtenteils traumhaft erfüllt.

Und dann werde ich gesandt. Klingt überheblich - finde ich auch. Aber es ist so. Ich denke, ich soll einfach wieder in eine Gruppe von Menschen, um dort mitzuhelfen, zu Jesus zu führen.

Und dann läuft da so ein falscher Film ab. Ich fühle mich zunächst geprügelt. Aber dann geht mir ein Licht auf. Das, was ich mit Worten schlecht rüberbringen konnte, wird gerade klassisch demonstriert. Und ich bin mittendrin. Ein Film, wie tödlich es ist, wenn ein sogenanntes Glaubenswerk zum System wird.

Ich bin müde und zitterig, wie nach einem schweren Kampf. Ich frage: Wo bist du Gott. Und dann lese ich erst die Losung von heute:

Behüte mich wie einen Augapfel im Auge.

Psalm 17,8

Jesus sprach: Die Haare auf eurem Haupt sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht.

Lukas 12,7

Ich bin geborgen, auch wenn ich allein bin. Ich brauche keine Systeme.

7.11.09 10:11


so, und nun

habe ich auch noch einen auf den Deckel gekriegt.

Nix mit Vergebung. Ich hab falsch darum gebeten.

Das wirft natürlich wieder die Frage auf, ob es wirklich von Gott war. Und Entwirrung ? Irgendwie nun doch nicht. Wäre ja auch zu schön um wahr zu sein.

5.11.09 22:23


Selbsterkenntnis

… ist der erste Schritt zur Besserung – so heißt es jedenfalls, in irgendeinem Sprichwort, das ich früher oft gehört habe. Meine Mutter liebte solche Sprüche …

Ich hoffe nun aber mal, daß darin ein Stück Wahrheit steckt. Denn meine Selbsterkenntnis bringt mir zumindest gerade eine Lösung mancher monatelang gewälzter Probleme … wenn sie sich denn bei mir bewährt, was ich sehr hoffe.

Ein paar Mal habe ich versucht, das Knäuel, das sich gebildet hatte, selbst zu entwirren. Mit dem Erfolg, daß es noch verwirrter wurde, und ich zuletzt den Eindruck hatte, daß es nur noch festgefahren sei, und ich es jetzt einfach auf sich beruhen lassen muß.

Meine Erkenntnis seit Kurzem ist: Das Problem hatte sich so verwirrt, weil ich mir selbst, und anderen, im Weg stand.

Mein Gefühl sagt mir, daß damit der Ausweg aus dem Labyrinth sichtbar wird. Aber es ist ein langer Weg.

Und dabei kommt bei mir die Frage auf, warum Gott solche Umwege geht mit mir. Hatte ich ihn doch um Lösung gebeten … immer wieder.

Wenn ich jetzt auf die einzelnen Knoten, die sich bebildet haben, zurückblicke, kommt mir allerdings eine befreiende Erkenntnis: Es ist Gnade! – Denn wenn Gott einfach meinen Sinn verändert hätte, und mich praktisch manipuliert hätte, dann wäre ich um einige Erfahrungen ärmer – und in den Punkten in der Zukunft wesentlich anfechtbarer, als ich es wahrscheinlich jetzt bin.

Aber was ist mit den Menschen, die ich dadurch auch „geschädigt“ habe, frage ich mich.

Mit ihnen hat Gott auch seinen Weg. Das ist jetzt für mich keine Entschuldigung, aber trotzdem eine Erleichterung. Wieder einmal nach dem Motto: „Gott wird damit fertig“.

Ich stehe jetzt gerade irgendwo am Anfang – ein wenig zagend, ob ich es schaffe. Mich verwirrt selbst meine häufigen Stimmungsschwankungen und meine eigenen Spontan-Aktionen daraus.

Doch das macht mir wieder einmal stark bewusst, daß ich ohne Jesus nicht wirklich etwas schaffe. Zunächst, als meine Gedanken heute aktiv herumschwirrten, dachte ich: ich muß es festhalten, aufschreiben, damit ich es nicht vergesse. Aber ich weiß, daß ich das im richtigen Moment vergessen würde, zu lesen. Also bin ich ganz auf Jesus angewiesen, daß er mich erinnert – zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.

Aber ich bin mir sicher, daß er das tut. Wo er sich doch die Arbeit gemacht hat, daß ich an diesen Punkt gekommen bin, wo ich jetzt gerade stehe.

Irgendwie signalisiert das mir auch wieder: Das Leben geht weiter. Da wo Gott am Werk ist, da ist Leben. Auch wenn ich manchmal den Eindruck habe, da geht nicht mehr so viel, gibt mir das wieder Aufschwung zu leben. Und das Gute ist: es ist nicht mehr so wichtig, wie unmöglich ich mich vor Menschen gemacht habe. Gott ist für mich – nichts kann mich von ihm trennen. Mehr brauche ich nicht.

5.11.09 11:43


I have a dream

Vorhin habe ich über meinen Internet-Namen nachgedacht, den ich jetzt schon ungefähr seit 6 Jahren, auf den verschiedenen Seiten mit mir herumtrage. Ich bin anfangs oft gefragt worden, ob ich ein Anhänger von Martin Luther King sei. Die rein menschliche Ebene verbindet mich zwar nicht mit ihm. Aber ich habe auch einen Traum, der ähnlich ist, wie seiner. Das habe ich mal hier, so ungefähr zusammengefaßt:

Ich habe einen Traum

- daß eines Tages Menschen, die sich „Christen“ nennen, die Freiheit in Christus wirklich leben.
- daß Berge und Mauern zwischen den verschiedenen „Theologien“, von Menschen gemacht, zusammenfallen.
- daß Christenmenschen sich bewusst werden, daß Glaube nicht auf einen Namen, sondern auf eine Person baut.
- daß Christen grundsätzlich Friedensstifter sind.
- daß ihr Leben eine Einladung an solche ist, die Christus noch nicht kennen.
- daß Jesus-Christus selbst die Liebe als Merkmal unter seinen Brüdern, und damit Kindern Gottes, des Vaters, gesetzt hat.
- daß Menschen erkennen, daß Taten der Liebe lauter reden, als alle geistreichen Worte.
- daß Bewusstsein der Menschen, die mit Christus gehen, sie immer wieder daran erinnert, daß sie selbst auch nur durch Gnade in ihren „Status“ gekommen sind.
- daß Menschen, die „Brüder in Christus“ sind, bei jedem sichtbaren Splitter im Auge des Anderen, zunächst selbst in den Spiegel schauen.  
- daß Menschen, die bezeugen: „Christus lebt in mir“, sich von Christus inspirieren lassen, daß sie „tiefer“ sehen, als nur das Äußere.
- daß Christen immer zu Jesus Christus hin andere Menschen beurteilen – niemals von ihm weg.
- daß Christen bewusst Wegweiser sind, mit dem Ziel zu Jesus, und nicht sich selbst oder ihre Theologie als Ziel darstellen.
- daß Christen selbst als Wegweiser zu allererst in die Augen von Jesus sehen – und durch ihn in die Augen der Menschen.
- daß Christen stetig im Bewusstsein wachsen,  daß sie frei sind, und nichts und niemand sie binden kann.
- daß Christen mit dem starken Bewusstsein leben, daß Gott, dem sie durch Jesus Christus angehören, immer der Stärkere ist, und sie mit IHM auf der Seite der Sieger stehen!

3.11.09 11:52


Neuer alter Raum

In meiner Kirche habe ich doch jetzt tatsächlich noch einen Raum entdeckt, von dessen Vorhandensein ich bisher noch nichts wußte. Er liegt ziemlich weit oben, direkt unter dem Dach der Kirche.

Es ist so, daß ich in der Regel nur bis zur Hälfte in den Turm gehe. Alleine traue ich mich bisher nicht weiter. Denn die andere Hälfte schaffe ich nur, wenn ich grundsäctzlich nur die Wand ansehe, beim Aufstieg. Es ist eine ziemlich alte Holztreppe, die ohnehin auf mich etwas gebrechlich erscheint. Und dann ist auf der linken Seite, zum Abgrund hin, einfach nur ein einfacher Handlauf, als Geländer - mehr nicht.

Auf dem halben Weg in der oberen Hälfte, ist in der Mauer eine Holzlattentür. Ich habe solche Türen schon oft in alten Häusern gesehen. Diese gehen dann direkt nach draußen ... und dann kommt nix mehr. Genau so habe ich vermutet, wäre diese Tür. Und deshalb habe ich sie wohlweislich zugelassen.

Nun waren am Freitag Leute in der Kirche, die von der Stadt beauftragt sind, den Holzwurmbefall zu "berechnen". Als sie in Richtung Turm aufstiegen, bin ich unten geblieben. Der Pfarrer war hnehin dabei, und ich war überflüssig. -

Und dann hörte ich ein Klopfen von oben - über der Kirchendecke. Da bin ich aber ganz schnell nachgestiegen, um zu entdecken, daß die Tür in diese Speicherkammer führt. (hier in Württemberg sagt man dazu "Bühne"

Ja klar - ich hatte nicht eingerechnet, daß die Treppe nach oben in Wendeltreppenart, rundherum läuft. Demnach konnte die Tür ja garnicht nach draußen führen.

in dem Raum sind noch ein paar interessante Sachen - meistens aber "Crusch", wie es hier genannt wird. Aber es ist schon interessant, daß es hier immer noch Ecken gibt, die ich noch nicht entdeckt habe, obwohl ich neugierig bin, und in meiner Kirche schon halbwegs meine Zweitwohnung habe.

Ist jedenfalls ein völlig neues Wohngefühl, mit noch einem Zimmer mehr.

2.11.09 12:37


Ich lebe noch

Ist ja lieb - jetzt macht sich Nenne schon Gedanken, weil ich ein paar Tage nix geschrieben habe. Aber ich lebe noch.

Ja - was war eigentlich die letzten Tage? - Ich hatte einen Tag Besuch, habe Telefongespräche geführt, und mir auch viele Gedanken gemacht. Aber diese Gedanken gehören eher zu meinem Bereich, der nur mir gehört. Ein bißchen hatten sie mit meinem vorigen Eintrag zu tun.

Gefühle und Erfahrungen der Vergangenheit kann man nur abschließen, wenn man sich ihnen stellt. Irgendwie hat sich das beinahe "von selbst" ergeben, daß ich konfrontiert wurde, und auch selbst Erinnerungen zugelassen habe, um mich damit auseinanderzusetzen. Ich werde dadurch frei. Es gab Gedanken, die mich in der Vergangenheit irgendwie hilflos gemacht haben. So daß ich diese irgendwann verdrängt habe. Einige Gedanken mußte ich, nachdem ich beschlossen habe, ihnen keine Macht mehr zuzulassen, "hervorholen", um Nägel mit Köpfen zu machen.

Schreiben kann und will ich darüber nicht im Einzelnen. Manches ist für mich einfach peinlich, manches auch wahrscheinlich unverständlich für Unbeteiligte.

Aber ich denke, die Gedanken, welche ich wieder gerne mitteile, sind auch nicht mehr fern. Ich freue mich jedenfalls über meine treuen Blogleser, daß ich als Mensch wahrgenommen werde. Was ja, wenn man sich nur über geschriebene Worte kennt, nicht selbstverständlich ist.

Einen guten neuen Wochenbeginn wünsche ich euch allen.

1.11.09 20:17


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