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Bewußtseinserweiterung

In meinem Buch komme ich langsam zum Ende. Jetzt bin ich bei der Himmelfahrt angekommen. Dabei wurden noch mal ein paar der Jünger mit ihren eventuellen Gedanken geschildert.

Wobei Judas und Simon besonders hervorgehoben werden. Denn ihre „Vergehen“ bei der Gefangennahme und Kreuzigung Jesu, werden in der Bibel am deutlichsten geschildert. Beide hatten eine falsche Vorstellung von Jesus – wie wahrscheinlich auch alle anderen Jünger. Öffentlich korrigiert wurden sie auch nur, weil sie sichtbar aktiv wurden.
Zusammengefaßt wird das in dem Buch mit dem Absatz:

“Simon hat versucht, für den Herrn zu kämpfen. Judas hat seinen Ehrennamen ausgerufen: Messias! Jesus hatte den einen entwaffnet und den anderen zurechtgewiesen. Jeder Traum war zunichte gemacht worden.“
 

Mich hat dieses sehr nachdenklich gemacht. Denn genauso könnte ich es mir vorstellen, bei „ganz normalen“ Christen – wie auch bei mir selbst.
Klar, weiß ich, daß der Autor des Buches es nicht genau wissen kann, wie es war – genauso wenig, wie wir. Aber manches, was wir beim Lesen der Bibel abstempeln und weit weg schieben, kann näher sein, als wir es je vermutet haben.
 

Mir gingen dabei wieder manche Lichter auf. Dabei komme ich auf das Fazit: Kein Mensch kann Gott wirklich verstehen. Selbst wenn man  Erfahrungen mit ihm macht, kann man daraus kein Muster machen. Interessanterweise habe ich den Eindruck, daß die Erkenntnis, daß ich Gott und sein Handeln nie wirklich verstehen werde, meinen Gesichtkreis erweitert hat – anstatt umgekehrt, wie es meistens eher ausgelegt wird.

Ich bekomme einen wirklichen Eindruck von der Größe Gottes – die sich in kein menschliches System einpassen wird. Die Aussagen: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“, bekommt Leben. Die  Erkenntnis des Hiob: „Ich erkenne, daß du alles vermagst“, mit der Erkenntnis, daß Hiob keine Antwort auf die Fragen Gottes hat, wird lebendig. Das, was menschlich beinahe deprimiert klingt, wird zu einer erstaunten, und verwunderten Erkenntnis – zumal dieser Gott alles dransetzt, um die Verbindung zu uns kleinen Menschen herzustellen und zu pflegen.

Das Gebot: „Du sollst dir kein Bildnis von Gott machen“, verliert seinen Drohcharakter. Denn ein Bildnis von Gott schränkt meine Erfahrungen mit Gott ein. Auch dieses Gebot ist für den Menschen – nicht gegen ihn, wie es gerne ausgelegt wird.
 

Menschliche Einschränkungen in jeder Form, kann ich, mit dem Bewusstsein, daß dieser uneingeschränkte Gott mein Gott ist, der mit mir kommuniziert, getrost ignorieren.

Die Hauptbotschaft Gottes lautet: „Gott kommt dem Menschen entgegen, und wünscht die Gemeinschaft mit ihm“.
 

Denn alle meine Erfahrungen mit Gott kann ich nicht wirklich umfassend ausdrücken. Die Aufforderungen: „Beten hilft“ und „Gott tut Wunder“, stimmen zwar aufs Wort. Und dennoch kann diese Aussage nicht den wahren Sinn dieser Botschaft vermitteln. Denn es ist mehr als das – viel mehr!
So geschieht es, daß man den Eindruck haben kann, daß Gott keine Gebete erhört – weil meine Vorstellung nicht dem entspricht, wie Gott antwortet.
Da entstehen dann solche Geschichten mit Menschen, wie die von Josef. Gott will ihn zum König machen. Seine Wege dahin sind unverständlich.  Von diesen Geschichten gibt es tausende. Und die Aussage von Menschen, die durch Tiefen gegangen sind, und sagen, daß sie dabei Gott näher gekommen sind, erreichen die Zuschauer nicht wirklich – weil sie nur eine vage Beschreibung sind von dem, was Gott wirklich bewirkt hat.

Die Hauptbotschaft lautet: „Sucht die Verbindung zu,  und die Gemeinschaft mit Gott!“  Dann können die Botschaften, die sonst nur außen vor bleiben, ins Herz dringen. Und dann kann solch eine unverständliche Botschaft, daß Gott nicht zu verstehen ist, eine Erweiterung der Erkenntnis sein – für mich, und für dich!

23.9.09 18:18
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Wolfram (25.9.09 10:25)
Petrus - Versager?
Ich schreie an dieser Stelle immer ganz laut "NEIN!"
Denn ich lese in drei Evangelien, daß Petrus der einzige ist, der überhaupt bis in den Palast des Hohenpriesters mitgegangen ist. Alle anderen hatten den Herrn schon lang vorher verlassen, einer war sogar nackt geflohen. Petrus aber blieb in der Nähe, und er war der letzte Getreue, den Jesus in seiner Nähe sah, als ihm der Prozeß gemacht wurde.
Es ist demnach nicht von ungefähr, daß Simon Petrus zum Anführer der Apostelgruppe wird, nach der Himmelfahrt.

Der andere Bericht im Johannes-Evangelium gibt zu denken. Sehe ich mir aber an, wie Simon Petrus im vierten Evangelium allgemein dargestellt wird, dann erkenne ich nur zu deutlich eine Konkurrenz zwischen Simon Petrus, der nach den anderen Evangelien einer der ersten und treuesten Jünger war, und dem "Jünger, den Jesus liebte" und der traditionell gern mit Johannes identifiziert wird. Dieser kommt im Johannes-Evangelium immer besser weg als Simon Petrus: er ist es, der Simon überhaupt in den Palast einführt (und er bleibt natürlich da...), er ist auch noch unter dem Kreuz präsent, während Simon sich in ein Mauseloch verkriecht, er trägt die Verantwortung für die Mutter des Herrn, er ist auch der erste am Grab. Warum geht er nicht als erster hinein? Vielleicht, weil alle Christen zu genau wußten, daß der erste im leeren Grab Simon Petrus war? Und dann die demütigende Szene am See...

Nein, ich kann den, der weiter gekommen ist als alle anderen, der weitergemacht hat, als alle anderen aufgegeben hatten, den kann ich nicht "Versager" nennen.
Er ist - nicht zum ersten Mal - nicht so weit gekommen, wie er es sich vorgenommen hatte. Er hat nicht bis zum Ende durchhalten können - hier nicht, und nicht auf dem See. Aber er ist gegangen, bis in den Palast des Hohenpriesters. Und er hat den Fuß aufs Wasser gesetzt, wo alle anderen nur die Hosen voll hatten.

Wenn ich mich nicht täusche, hat Judas übrigens "Rabbi!" und nicht "Messias" gesagt...


Ihaveadream (25.9.09 11:03)
Danke Wolfram, für deinen ausführlichen Kommentar.
ähm ... ich hab aber nix von "Versager" geschrieben, oder?
Im Gegenteil - denn eigentlich habe ich Petrus nur den anderen "gleichgestellt". Ob er in Wirklichkeit "drüber" stand, oder wo er "angeordnet" wird, das möchte ich mir nicht anmaßen, zu beurteilen. Ich denke, jeder der Jünger hatte seine Stärken und Schwächen - wie wir alle. Ob wir unsere Stärken nutzen, und die Schwächen zulassen, ist eine andere Geschichte.
Ich weiß, daß Judas nicht den "Messias" benannt hat. Ich habe auch nur das Buch zitiert. Und darin wird der Judas als einer vorgestellt, der Jesus als den Messias erkannt hat. Aber er hat ihn sich als Herrscher vorgestellt. Und zum Verrat kam es deshalb, weil er die Sache "vorantreiben" wollte. Er war (in dem Buch) davon überzeugt, daß Jesus dann seine Macht zeigen würde. Daß Jesus sterben sollte, das hat er nicht gewollt.
Ob es wirklich so war? Das bleibt uns verborgen. Wir haben nur den Bericht in der Bibel.
Aber die Tatsache, daß er das Geld hinterher weggeworfen hat, und sich selbst umgebracht, das zeugt zumindest davon, daß Judas sich den Ausgang etwas anders vorgestellt hat, denke ich.
Und damit ist sogar der Judas ganz nahe an den ganz "normalen" Christen. So empfinde ich es zumindest. LG

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