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Wo ist Gott?

 Klar – ich selbst bin ihm begegnet. Und dabei habe ich festgestellt, daß dies das wichtigste Ziel eines Menschenlebens ist: Gott zu finden. – Aber, genau wie Hape Kerkeling, stelle ich fest: meine Begegnung kann ich nicht beschreiben. Jegliche Beschreibung würde nur ein Gerüst darstellen, wo die Grundlage fehlt. Und wenn ich es versuche, in Worte zu fassen, habe ich regelmäßig das Gefühl, dieser Gottesbegegnung etwas zu nehmen – weil ich sie „einrahmen“, und damit befestigen will.
Sehr gerne würde ich diese Erfahrung weitergeben – sozusagen Schienen legen, auf denen Menschen zu Gott finden können. Aber es klappt nicht. Ich kann nur bezeugen: Gott möchte jedem Menschen begegnen. Eine Suche nach ihm wird immer zum Ziel kommen, weil Gott uns Menschen entgegenkommt. Aber die Begegnung geht von Gott aus – die kann kein Mensch herbeiführen. Ich kann von meinen Erfahrungen berichten, und sie können hilfreich sein. Aber den Weg zu Gott – und von Gott zum Menschen, bestimmt Gott selbst.
Ich habe gerade Urlaub, und damit Zeit zum Nachdenken.
Nachdem ich in dem Buch von HP meine Erkenntnis, daß Gott den Menschen begegnet, die ihn suchen, bestätigt bekam, habe ich nachgedacht, wie man das denn jetzt transportieren kann, damit es auch andere Menschen erfahren. Dabei erinnerte ich mich an verschiedene Menschen, die auf der Suche nach Gott sind, und es den Eindruck macht, als wenn sie ihn nicht finden können. Oder auch Menschen, die bezeugen, ihn gefunden zu haben, aber den Eindruck haben, er sei jetzt gerade sehr weit weg. Ist da die Lösung, einfach Bibelworte zu zitieren? Aber da geht das dann leicht in die Richtung von Dogmen, die wir festlegen wollten, um ein „Geländer“ zu haben, damit wir nicht fallen. Dabei kann  man aber immer nur feststellen, daß kein Geländer wirklich hält, ohne daß Gott es befestigt hat.
Gestern habe ich mich auf einem Blog festgelesen, wo jemand seine „Schäfchen“ vor einer anderen Gemeinde warnt, weil es scheint, daß diese gerade total „entgleist“. Dort ist über Kommentare eine riesige Diskussion entstanden, von über 300 Beiträgen. Menschen, die zu der einen Richtung gehören, mit Menschen, die zu der „entgleisten“ Gemeinde gehören, und solche, die „neutral“ sind, versuchen, einander klar zu machen, daß ihre Vorstellung richtig, und die der anderen falsch ist.
Und mir kommt wieder die Frage auf: Wer hat nun recht, und wie kann das sein, daß Menschen, die Jesus nachfolgen wollen, Gott begegnen wollen, derart getäuscht werden?

Heute morgen ist in mir wieder die Geschichte aktiv, durch das Lied, das ich gerade auch hier, mit den Fotos,  eingestellt habe, welche davon berichtet, daß Menschen Jesus nicht verstanden haben und ihn zu krass finden. Sie gehen weg von Jesus. Und seine Jünger stehen ratlos bei Jesus, der diese auch noch fragt: „Wollt ihr auch weggehen?“ – Ich mag diese Geschichte sehr. Denn sie ist für mich ein Spiegel meiner eigenen oft Ratlosigkeit. Petrus, der Draufgänger, platzt heraus: „Wohin sollen wir denn gehen? – Ja, das ist oft die Frage, wenn ich den Eindruck habe, als wenn da mit der Beziehung zu Gott irgendwas nicht so ganz klappt – zumindest meinem Gefühl nach. Aber dann kommt der Lichtstrahl, aus dem Herzen: „Du hast die richtigen Worte zum Leben, darum wissen wir eigentlich, daß wir nur bei dir richtig snd.“ (frei nach „Bauch“ übersetzt) – Heute morgen fiel mir dazu ein, daß es doch interessant ist, daß Jesus sagt: „ … nicht Fleisch und Blut haben es dir geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel“. – Eigentlich eine merkwürdige Reaktion von Jesus auf dieses Bekenntnis. Vielleicht würde ich eher erwarten, daß er sagt: „Toll, das du das endlich begriffen hast – jetzt geh, und bring das den anderen bei.“ – Nein, Jesus macht damit ganz deutlich, daß wir Menschen das nicht können, die Begegnung zu Gott herbeiführen. Wir dürfen Wegweiser sein, ja, das sollen wir sogar. Aber nicht mehr und nicht weniger. Es gibt keine „Schienen“, die den Weg zu Gott befestigen. Wenn du auf der Suche bist, wird Gott dir seinen Weg erleuchten. Und der ist individuell für jeden Menschen – so wie Gott es will.
Und was ist mit denen, die scheinbar abdriften, und deren Zeugnis auf uns „alte Hasen“ absolut falsch aussieht? – Ich glaube, Gott wird damit fertig!
Auch mein Weg mit Gott ist nicht immer gerade gegangen, obwohl ich schon als Kind ihn gesucht und gefunden habe. Ich habe so manche Eskapaden hingelegt. Aber immer wieder habe ich, gerade durch diese Irrwege, näher zu Gott gefunden. Gerade, weil ich merkte, daß die anderen Wege in die Irre führen, habe ich gemerkt, daß ich auf falsche Sicherheiten gesetzt habe, und habe zurück zu Gott gefunden. Aber nur, weil Gott immer da war, und diesen Weg beleuchtet hat.
Auch heute Morgen komme ich wieder zu dem Fazit: „Gott wird damit fertig!“ – Wir sind nicht dazu aufgefordert, die Wege der anderen Menschen zu beurteilen und zu kritisieren. Es ist wichtig, daß wir sie immer wieder zu Gott hinweisen, der die Antwort hat. Gott kann damit umgehen, mit den ganzen Eskapaden, die wir anstellen.
Und was ist mit den „entgleisten“ Leuten, die andere, scheinbar feststehende Leute, mitziehen, und man den Eindruck hat, daß es nur noch ein Tohuwabohu ist?
Für Gott ist auch dieses kein Problem. Er ist mit meinen Eskapaden zurechtgekommen, und schafft das auch bei anderen. Ich bin sicher, daß er es nicht zulässt, daß Menschen, die auf der Suche nach seinem Weg sind, auf die falsche Fährte gelockt werden. Für mich, und für andere, ist es dabei wichtig, immer wieder zu Gott selbst zu finden. Der Weg ist nicht das Ziel – auch wenn es oft so aussieht.
Auch Petrus hat kämpfen wollen, weil er meinte, damit Jesus beizustehen. Aber Jesus hat seinen Feind geheilt. Er hat den geheilt, der von seinen Freunden verletzt wurde. Das hat mal „Arno und Andreas“ in einem Lied so ausgedrückt, und das finde ich sehr hilfreich. (wieder ein Lied, das ich vielleicht zu einem Video umwandeln sollte, um es hier rein zu setzen)

Es kommt eben nicht darauf an, einen besonders großen Glauben zu haben – sondern, daß mein Glaube auf den unbegrenzten Gott beruht. Dabei kann mein Glaube ganz winzig sein – Gott wird damit fertig!

23.10.09 10:05
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


PoM / Website (23.10.09 11:41)
Hi du, ich bin auf deinen Blog gestoßen. Speziell jetzt auf diesen Eintrag und finde ihn ermutigend. Seit geraumer Zeit fühle ich mich wie in einem Sturm gefangen und ich mach auch weiß gott nicht alles richtig, aber deine Worte erinnern mich, wem ich schlussendlich vertrauen muss. Und das dieses Vertrauen belohnt wird, vielleicht nicht so wie wir uns das vorstellen, jedoch weitaus besser, als wir je erträumt haben....
wie gesagt....danke für diesen Beitrag

Liebe Grüße
PoM


Ihaveadream (23.10.09 13:32)
Hi PoM, danke auch für deinen Kommentar. Dein Satz mit dem Vertrauen passt gut noch dazu. Ich wünsche dir, daß du immer wieder das richtige Vertrauen findest, auch wenn es manchmal sehr stürmisch zugeht. LG


andy55 / Website (23.10.09 13:49)
gott wird damit fertig - das ist ein guter slogan...
greetings, andy

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