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Ein verrückter Tag

Heute morgen stand jobmäßig noch nichts Weltbewegendes an. Montags mache ich, nachdem ich die Kirche aufgeschlossen habe, meistens meinen Rundgang - erst zum Kirchenpflege-Büro, und dann ins Pfarrbüro (die sind zur Zeit evakuiert, weil das Pfarrhaus renoviert wurde). Für heute Mittag um 14 Uhr stand noch eine Trauerfeier an, im engsten Familienkreis, also nur im kleinen Rahmen ... einfach easy.

Aber als ich kurz in der Kirche war, um noch einiges zu bearbeiten, kam der Pfarrer, und meinte, daß nochmal ein paar Besichtigungen wegen dem Holzwurm, und auch wegen einem undichten Dachteil, kämen. Er würde ja sehr gerne wieder gehen, hat einen anderen Termin demnächst. - Klar - ich kann bleiben, bis alles so weit ist. Denn die Leute müssen in die Nebenräume, die sonst abgeschlossen sind.

Das Ganze hat sich dann so lange hingezogen, daß ich zwischendurch noch meine Runde durch die Büros zog, weil eine vom Stadtbauamt ohnehin dabei war. Und dann war es so spät, daß es sich kaum noch lohnte, zwischendurch nach Haus zu gehen. Aber zur Trauerfeier wollte ich wenigstens noch eine schwarze Hose anziehen, und etwas zu essen holen.

Ich pirsch also nach Haus, zieh mich in Windeseile um, mach mir zwei Brote, und presche wieder los.

Und dann merkte ich es auch schon: ich hatte meinen Haustürschlüssel nicht an der Hose. Verwundert denke ich: Mensch, den hatte ich doch heute morgen noch in der Tasche. Hab ich den rausgenommen? - Na egal, dann muß ich eben bis 17 Uhr in der Kirche bleiben, dann kommt mein Sohn Nr.1 nach Haus. Und dann griff ich in die andere Tasche, in dem der Kirchenschlüssel sein sollte. Der war auch nicht da

Erst dann dämmerte es mir: ich hatte doch meine Hose gewechselt - aber leider nicht die Schlüssel umgepackt. - Und nun?

Naja, im Pfarramt hängt noch ein Ersatzschlüssel. Das ist aber um diese Zeit nicht besetzt. Der Pfarrer war auf seinem Handy nicht erreichbar. Aber dann unter der Pfarramtsnummer, die weitergeleitet wurde - glücklicherweise. Ich sagte ihm mein Anliegen, und er versprach, fünf Minuten vor dem ersten Läuten in der Kirche zu sein. Die Kirche ist ja offen, aber die Nebenräume eben nicht, und auch nicht der Kasten mit den Schaltern zu den Glocken. -

Er kam auch pünktlich an, und übergab mir ... seinen Schlüssel. Nur ein einzelner Schlüssel, der zwar die Nebenräume öffnet, aber nicht den Glockenschalterkasten. Alle anderen Nebenschlüssel hängen in meinem Mesnerraum, aber der Glockenschlüssel nicht.

Weil die Familie sowieso im kleinen Kreis feiern wollte, sahen wir das aber nicht als Problem an. Dann bin ich in meinen Mesnerraum, und sagte zu dem Pfarrer, und dem Bestattungsunternehmer: "ähm - naja, man kann die Glocken auch über die Uhr programmieren. Ich hab mir die Gebruachsanweisung ja schonmal angeschaut, und glaube es, begriffen zu haben, aber getraut habe ich mich noch nicht. - Der Bestattungsunternehmer ist noch jung und feurig ... und der meinte: Och, probieren wir es doch mal.

Und dann ging das los. Der Pfarrer tippte, und wir gaben die Kommandos. Und immer wieder kamen wir zu dem Punkt: "Nee - das war falsch - wieder von vorne. Wobei zwischendurch einmal die Zeit für das Läuten auf 3 Stunden, anstatt auf 3 Minuten eingestellt war. - Das wäre ja was geworden ...

Aber dann hat der junge Mann das in die Hand genommen. Nachdem wir ein paarmal fast bis zum Ende gekommen waren, und dann wieder gelöscht haben, blickte ich schon kaum noch durch, was eigentlich getippt war und was nicht. Aber der junge Mann hatte dadurch den vollen Durchblick bekommen. Ganz cool tippte er die Reihenfolge ein, ich gab noch Anweisungen aus der gebrauchsanweisung, zum beenden des Programms, und dann war alles in Butter.  - Nee - noch nicht ganz. Man konnte noch nicht sehen, ob es richtig war. Aber das hat dann wieder der Pfarrer gefunden, und blickte nach getaner Arbeit triumphierend in die Runde. - Oh man - hab ich gelacht. Und das kurz vor einer Trauerfeier.

Naja - nach der Feier habe ich mich dann erstmal ganaz geruhsam in der Sakristei niedergelassen, und mein Brot verzehrt. Etwas Kaffepulver hatte ich auch noch in der Tasche. So konnte ich mir sogar einen Kaffee aufgießen. Und so hatte ich es ganz gemütlich. Hab dann natürlich noch die Zeit genutzt für ein paar Aufräumarbeiten, und dann war auch schon Feierabend von Sohn Nr.1. - Ist doch toll, wenn man zwei Orte hat, wo man wohnen kann.

9.11.09 18:15
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nenne / Website (9.11.09 19:48)
Genial, das Umprogrammieren der Glocken. Ich wünsche Dir einen wunderschönen Abend nach diesem aufregenden Tag.


andy / Website (10.11.09 06:45)
manchmal gilt das gesetz von murphy doch nicht bis zum schluss - nur gut!


Wolfram (10.11.09 09:38)
"In deinem Haus will ich bleiben, Vater"...
wie gut, daß wir hier nicht so viele Schlüssel haben - und die Glocke, die am besten läutet, ist die mit der gelben Abschleppleine. Aber auch nur, wenn's die richtigen Läute-Leute machen, denn ich krieg's nicht ordentlich hin. Aber ich übe.


Ihaveadream (10.11.09 17:50)
Danke ihr Drei Treuen - für eure Anteilnahme an meinem verrückten Tag
@Wolfram - ihr habt noch Glocken mit Seil?
Bin ich ja froh, daß es bei mir anders ist.
LG

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