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  Mein Blog von Jan.07 bis Apr.09
  


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Statement

Jetzt will ich die unschöne Geschichte doch mal umfassend aufschreiben.  Hauptsächlich für mich selbst, als Akt zum Loslassen. Da ich die Personen und Orte immer nur umschreibe, und ziemlich sicher bin, daß niemand, der weiß, von wem ich schreibe, hier liest, nehme ich mir die Freiheit, die Sache so zu benennen, wie ich sie wahrgenommen habe.

Es geht um eine Gruppe auf einer Internetseite. Ihr Aushängeschild beinhaltet als Fundament das Gebet. Ihre Zielgruppe sind Menschen, die hilfebedürftig sind, und alleine im Leben nicht zurechtkommen.

Vor etwa 5 Jahren bin ich – beinahe zufällig – auf diese Gruppe gestoßen. Zunächst habe ich mich ganz vorsichtig herangetastet, dann oft Fragen gefunden, die ich, aus eigener Erfahrung teilweise beantworten konnte, und ich fand Worte, die scheinbar wirklich etwas bewirkten, und Hilfestellung geben konnten. Das hat mich ermutigt, mich ganz dort zu integrieren, und ich habe dort Vertrauen verschenkt, und zurück bekommen, mein Herz geöffnet, und in Herzen schauen dürfen. Wir haben und auch einige Male als Gruppe persönlich getroffen – so daß es nicht mehr nur Internetbekanntschaften waren. Alles in Allem zeigten mir die vielen „Erfolge“, daß ich dazugehörte. Eine Zeitlang haben wir sogar gemeinsam Visionen gepflegt, wie wir für die Zielgruppe einen Zufluchtsort schaffen könnten. Ich war mir sicher, daß dieses mein Weg von Gott ist, weil in der ersten Zeit fast alles von IHM bestätigt wurde, was wir begannen. – Und dann war das auf einmal vorbei.

Angefangen zu kriseln hat es dann schon vor etwa 3 Jahren. Angefangen, nachzudenken, ob das Fundament wirklich das Gebet und die Beziehung zu Gott ist, habe ich schon vorher. Da hat nämlich schon mal einer es gewagt, aufzumucken. Leider war dieser auch psychisch wenig belastbar, und er ist scheinbar ausfallend geworden. Er wurde abserviert – und ich habe quasi sogar dabei unterstützt, weil ich noch quasi eine rosarote Brille aufhatte, welche nur das Gute in den Menschen sehen wollte.

Krisenzeiten wurden dann auch durch persönliche Beziehungen ausgelöst. Manche habe ich zu sehr geschätzt, und diese haben es als Druck empfunden. Bei anderen habe ich ziemlich bald bemerkt, daß da ein ungutes Schema eingeführt wurde, und ich habe versucht, das zu vermitteln – offensichtlich nicht sehr erfolgreich. - Weil ich immer noch wieder meinen Auftrag dort meinte zu sehen und viele Menschen dort sehr ins Herz geschlossen hatte, habe ich leider immer nur „durch die Blume“ meine Meinung kundgetan. Das ist offensichtlich nie wirklich verstanden worden.

Etwa dreimal habe ich mir Auszeiten genehmigt. Aber immer wieder zog es mich dorthin. Mit dem Erfolg, daß die Fettnäpfchen, in die ich tappen konnte, immer häufiger ausgelegt wurden.

Ja – und nun bin ich quasi dort rausgeekelt worden, indem ich öffentlich angeprangert wurde, für etwas, was ich gar nicht getan habe. Interessanterweise war diese Inszenierung eine perfekte Demonstration von dem Thema, welches ich die ganze Zeit als ungutes Schema bei den Leitenden dieser Gruppe wahrgenommen hatte, und versucht hatte, zu benennen. Erst, als ich endgültig dort den Abgang machte, habe ich es gewagt, mal Klartext zu schreiben, an die Menschen, die mich dann abserviert haben. Was natürlich abgeschmettert wurde – wie immer mit süßen, wohlklingenden Worten – die aber letztlich tödlich waren.

Ich habe, wie gesagt, ziemlich viel Herz dort eingesetzt. Darum ist jetzt bei mir eine kontinuierliche Loslösung erforderlich, in den Phasen, wo ich Wut und Trauer und Enttäuschung mal rauslassen kann, um das Kapitel abzuschließen, um Heilung zuzulassen, auf dem Weg der Selbsterkenntnis, meiner eigenen Fehler in dieser Geschichte - und des Loslassens, mit dem Blick auf den Weg, der jetzt vor mir liegt. Immer in der Gegenwart – wie ich das nun auf vielfältige Weise, erlernt habe, und immer noch lerne.

Ich benutze meinen Blog dazu, weil dies praktisch mein Raum ist, und weil mir aufschreiben mehr hilft, als darüber reden. Die Menschen, die hier lesen, sind, soweit mir bekannt ist, keine die meine Aktionen in der oben geschilderten Gruppe kennen. Es hat auch keinen Sinn, danach jetzt zu suchen, falls jemand diesen Drang verspüren sollte. Denn meine Auftritte in den letzten 3 Jahren waren fast ausschließlich unter anderem Nick, als der, mit dem ich sonst im Internet auftrete.

Wie gesagt, ist mein Blog jetzt eine Art Ventil, um dem ganzen Geschehen die Macht zu nehmen, mich runterzuziehen, und die Chance, das Kapitel endgültig abzuschließen.

24.11.09 12:09
 


bisher 10 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Nenne / Website (24.11.09 17:27)
Ich verlasse mich
Ich verlasse mich
ganz auf dich, mein Gott,
wenn es um Tod und Leben geht,
weil du verlässlich bist.
Das ist mein Glaube.
Ich verlasse mich
auf dein Wort, mein Gott.
Was du zusagst, hältst du auch,
hast dein Wort noch nie gebrochen.
Versprochen ist bei dir versprochen.
Ich verlasse meine Angst
und laufe im Gebet zu dir.
Du verstehst uns Menschen gut,
die wir zwischen Feuern leben,
und nimmst unserer Angst den Bann.
Ich verlasse meine Schuld,
alles, was dich traurig macht.
Ich bekenne sie vor dir,
du wirfst sie weit hinter dich
und sprichst mich los von ihr.
Ich verlasse meinen Stolz,
alles arrogante Wesen
und bekenne, wer ich wirklich bin.
Du nennst mich nun ein Gotteskind,
und die Wahrheit macht mich frei.
Ich verlasse mich
ganz auf dich, mein Gott,
wenn es um Tod und Leben geht,
weil du verlässlich bist.
Das ist mein Glaube.
aus: Johannes Hansen, Dein Gast auf dieser Erde,
Psalmen für schöne und schwere Tage, Kawohl-Verlag
Diese Psalm-Übertragung, liebe Ehrentraut, habe ich gesucht, weil ich sie Dir in Deinen gestrigen (verschwundenen) Text eintragen wollte. So kommt sie nun hier hin.
Ich wünsche Dir, dass Du bei der Bearbeitung Deiner wunden und Enttäuschungen auch wieder lernst Menschen zu vertrauen, Menschen, die für Dich da sind, weil Gott sie Dir sendet.
Liebe Grüße und Gottes Segen
Nenne


Ihaveadream (24.11.09 19:31)
Ganz herzlichen Dank, liebe Nenne
Dieser Psalm passt wirklich. So ähnlich bete ich auch immer wieder.
Heute, als ich mal wieder eine Ecke in unserer Rumpelkammer entrümpelt habe, ist mir ein Poster in die Hände gefallen, das ich lange Zeit an meiner Wand hängen hatte. Darauf ist der Vers aus Josua 1,9. Solche ähnlichen Zusagen bekomme ich im Moment dauernd. Und ich frage mich immer noch, wieso gerade ich in solch einem wichtigen "Fall" mitmischen muß, und praktisch Fehler aufdecken soll. Ich hasse es. Und immer wieder denke ich, ich muß mich geirrt haben, weil doch kein "Erfolg" zu sehen ist. Aber dann kommen solche Verse, die mir zeigen, daß ich mich auf Gott sehr wohl verlassen kann. Und auch darauf, daß er wirklich führt, wenn ich ihn darum bitte. Wenn auch manchmal Wege, die ich selbst nicht verstehe, und wo ich mich eigentlich mit überfordert fühle.
Jedenfalls ist es super, daß ich alles meinem Gott sagen kann, und IHM vertrauen darf. Daß er mein Vertrauen immer wieder untermauert. Boah - ich bin echt ein Zweifler. Aber Gott ist größer - immer. Liebe Grüße auch an dich, liebe Nenne


andy / Website (24.11.09 20:26)
ich finde es gut, wenn es dir gut tut, darüber zu schreiben. beim schreiben wird einem oft selber etwas klar, wenn man gedanken und sätze formuliert...
das verrückte bei konflikten sind oft die unterschiedlichen sichtweisen. und eigenen prägungen. erwartungshaltungen werden manchmal oder teilweise erfüllt, selber macht man auch fehler. das hast du ja alles geschrieben.
meine erfahrung ist, dass man nicht alle dinge klären kann. dann kann abstand sehr wohltuend sein. oder mal einfach nur gleichklang, ruhe. oder neue ziele in einem anderen umfeld.
ja, ja - dieses leben ist eines der schwersten, aber es übt ungemein:-)
weiterhin eine gute reise an der hand eines nie fehler machenden vaters,
andy


Ihaveadream (24.11.09 23:48)
Du hast recht Andy - man kann oft nicht alles klären, auch wenn man es gerne so hätte. Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Manchmal bleibt einfach nur das Vertrauen, daß Gott schon seinen Weg gehen wird, mit dem Nächsten - und mit mir. Und seine Gedanken sind nunmal nicht meine.
Nur - das so richtig ins Herz rutschen zu lassen, das dauert manchmal. Der Spruch mit dem üben ist gut Danke - dir auch eine gute Reise. Gut, daß an Vater's Hand soviel Platz ist - für uns alle


(25.11.09 00:26)
Liebe Ehrentraut,
ich weiß sehr gut wovon Du sprichst, weil ich es selbst erfahren habe...wenn auch auf andere Art und in einem anderen Bereich.
Eines bleibt doch aber gleich...ob in christlicher Runde, oder in anderen Gremien...
Wer seine Seele zeigt, macht sich verletzbar und wer sein Innerstes nach außen stülpt, wird unter Umständen erleben, dass es als Bumerang zurückkommt.
Ich bin TROTZALLEDEM mit geschundenem Knie wieder aufgestanden und ins nächste Feuer gerannt....aber ich bin vorsichtiger geworden und damit ich mich nicht mehr so sehr verbrenne, habe ich nun Feuerhandschuhe an.
Jeder darf weiterhin auf mich zukommen, aber ich verbrenne mich nicht mehr.....
Ich wünsche Dir viel Kraft und da ich weiß, wem Du wirklich unbegrenzt vertraust....verzichte ich darauf, Dir Feuerhandschuhe zu schenken....smile
ganz, ganz liebe Grüße
von Lilo


Ihaveadream (25.11.09 08:34)
Liebe Lilo - Feuerhandschuhe sind vielleicht kein schlechter Tipp, im Umgang mit Menschen. Ja, ich vertraue auf meinen Gott, und weiß, daß ich das grenzenlos kann und darf. Aber vielleicht hat ER ja auch Feuerhandschuhe für mich. Die muß ich nur noch entdecken. Ich werde ihn aber gleich mal danach fragen. Danke Dir


(25.11.09 10:22)
Liebe Ehrentraut,
ER hat im Moment ein bißchen viel um die Ohren und deshalb schicke ICH sie Dir jetzt...
Im Handschuh, ist Deine empfindliche Seele versteckt, wenn Du sie angezogen hast, sieht man nur Dein Äußeres und das ist unantastbar.
Deine Würde kann Dir keiner mehr nehmen....Zitat:
Die Würde des Menschen ist unantastbar...


Ihaveadream (25.11.09 10:54)
Liebe Lilo - ich danke dir für die Information. So ungefähr habe ich mir das schon gedacht. Denn meine Seele ist verletzlich, und ein Feuerhandschuh soll ein Schutz sein. -
Aber irgendwie ist dieses Wissen allein für mich zu theoretisch. Denn wenn ich einfach nur einen "Handschuh" um meine Seele lege, dann kann es sein, daß auch nichts mehr aus meinem Herzen die Menschen erreicht, und alles nur noch kalt und leblos ist. Genau das möchte ich nicht. Aber ich möchte mich trotzdem schützen.
Ja - und weißt du ... ER - ich meine: Gott ... der Gott, mit dem ich immer in Verbindung bin, und kommen darf, wann immer ich will - der Gott hat nie zuviel um die Ohren. Der hat nämlich die ganzen Ohren und den ganzen Körper, einschl. Seele, der ganzen Menschheit geschaffen, und keine Probleme damit, für alle auf einmal da zu sein - und zwar ganz und gar.
Ich weiß, für uns Menschen ist das schwer verständlich. Für mich manchmal auch, obwohl ich IHN täglich und stündlich erlebe, mit IHM kommuniziere, und SEINE Hilfe erfahre. Abre es ist echt cool, dann festzustellen, daß die ganzen Begrenzungen, die mich behaften, für IHN überhaupt kein Ding sind. ER kann mit einem Wort sämtliche Mauern und Grenzen fallen lassen. Und darum brauche ich jetzt, zu der theoretischen Erkenntnis, wie ich in Zukunft mit solchen Situationen umgehen kann, den praktischen Tipp von IHM, an welcher Stelle er meine Grenzen erweitern möchte, und mir selbst Schutz geben will - ohne daß ich mich einmauere.
Ich danke dir aber, daß du dir die Mühe machst, über meine Probleme nachzudenken. Es ist schön, mit dir zu schreiben Ich wünsche dir - und natürlich allen anderen netten Bloggern hier - einen schönen Tag


(25.11.09 16:12)
Liebe Ehrentraut,
wir beide wissen ja, dass ich nicht so "christlich" bin....und der Handschuh ist auch nur symbolisch gemeint, denn wenn er mein Herz erhärten würde, wäre das ja ganz schrecklich.
Jeder Mensch auf dieser Welt hat seinen Ankerplatz, wo er sich angenommen und aufgefangen fühlt.
Du hast Gott und ich......ich habe meinen Feuerhandschuh, der mich unnahbar "erscheinen" läßt, meine Seele aber offen und frei läßt......


Ihaveadream (25.11.09 17:45)
Liebe Lilo, das mit dem Feuerhandschuh habe ich natürlich auch symbolisch gemeint. Ich denke, auch Gott kann so etwas geben, das wie dein Feuerhandschuh ist.
...und: "christlich" bin ich hoffentlich auch nicht. Zumindest nicht das, was meistens in unserer heutigen Gesellschaft darunter verstanden wird. Ich gehöre einfach zu Gott, und ER nimmt mich so an, wie ich bin.
Ich persönlich könnte es wahrscheinlich nicht ohne Gott hinkriegen, daß ich meine Seele verpacke, und trotzdem offen für Andere bin. Deshalb brauche ich einfach seine Hilfe dazu.
Schönen Abend

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